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21:22-Pleite verschärft TVH-Lage

Bittere Heimniederlage gegen Haltern-Sythen drückt Halingen noch tiefer in den Abstiegssumpf. Entscheidung fällt in Schlussminuten nach Zwei-Tore-Führung

Halingen. Der Niederlagenfrust hat sich in der Halinger Mehrweckhalle eingenistet und konnte auch am Samstagabend nicht vertrieben werden. Somit gerieten beim TV Westfalia Wut und maßlose Enttäuschung einmal mehr zu einem Mix, der dem Abstiegskampf in der Handball-Verbandsliga 2 weitere Nahrung lieferte. Mit 21:22 (9:10) ging das Heimspiel gegen den HSC Haltern-Sythen verloren – eine Niederlage, die die Situation des TVH weiter verschärfte.

„Jetzt sind wir genau da angelangt, wo wir nicht sein wollten", sagte Halingens Trainer Armin Saracevic. Auch ihm war das Entsetzen ob des erneuten Nackenschlags deutlich anzusehen. „Wir können unser Abschneiden nun nicht mehr selbst bestimmen, sondern sind auf die Ergebnisse der Konkurrenz angewiesen – und das wird uns bis zum Saisonende beschäftigen", so Saracevic.

Dabei hatte seine Mannschaft vieles richtig gemacht. Zwar lief es in der Abwehr zunächst nicht nach Wunsch, „weil wir hinten nicht aggressiv genug waren" (O-Ton Saracevic). Zudem lief man sich im Angriff ein ums andere Mal in der sehr offensiv spielenden Deckung fest. Somit geriet Halingen nach einer 3:1-Führung (5./Siebenmeter von Sören Selle) in Rückstand (4:7/21., 5:8/23.) und konnte erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit dank der Treffer von Jan Ziegenhirt (28.) und Alexander Bichmann (30.) aufschließen.

Deutliche Steigerung nach der Pause

Halingen präsentierte sich nach der Pause deutlich verbessert, zeigte noch mehr Zug zum Tor und konnte vor allen Dingen auch in der Abwehr zulegen. „Das war jetzt viel besser", so Saravevic, dessen Mannen sich zudem auf einen bärenstarken Amon Kaese zwischen den Pfosten verlassen konnten.

Der Keeper krönte seine überragende Leistung nicht nur mit Paraden auch bei Tempogegenstößen, sondern hielt den TVH zudem mit vier gehaltenen Siebenmetern im Spiel – zwei Nachwürfe (zum 3:3/8. und 12:14/ 36.) konnte der talentierte Zerberus jedoch nicht abwehren. „Der hat richtig klasse gehalten", lobte Saracevic den jungen Torwart, doch auch der konnte letztlich die erneute Niederlage nicht verhindern.

Dabei schien Halingen nach einem Start in die zweite Hälfte mit wechselnden Führungen auf Erfolgskurs, als Dennis Bichmann nach Kaeses Strafwurf-Glanztat gegen Tim Strotmann das 18:17 erzielte (52.) und Jan Ziegenhirt per Siebenmeter auf 19:17 stellte (54.). Andreas Grote traf zum 20:18 (57.), Sören Selle zum 21:19 (58./Siebenmeter) – jetzt sah es wirklich gut aus für die Gastgeber.

Allerdings sollte sich das Blatt dann doch noch entscheidend wenden. So begünstigte ein Ballverlust den Konter zum 21:21 (59.), direkt danach fiel das 21:22. Robert Ammelt hatte 28 Sekunden vor Schluss noch einmal die Möglichkeit zum verdienten Ausgleich, aber der Kapitän setzte den Ball über das Tor.

TV Westfalia Halingen: Kaese, Swiecznik; Ziegenhirt (6/4), Robert Ammelt (4), Manger, Grote (1), Strotkötter, Köhler, Dennis Bichmann (3), Schwarz (1), Richard, Selle (2/2), Alexander Bichmann (4)