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Grippevirus raubt Halingen die Kraft

Deutliches 21:32 bei TuS Bommern: Arg geschwächter Handball-Verbandsligist hält nur eine Halbzeit lang mit, danach werden die Rückstände immer größer

Halingen/Witten. Frische Luft tut gut und macht den Kopf frei. Armin Saracevic hielt sich gestern an diese Weisheit und nutzte das frühlingshafte Wetter zu einer ausgiebigen Motorradtour durchs Sauerland. Der Trainer des Handball-Verbandsligisten TV Halingen gönnte sich somit nicht nur viel Zeit, sondern auch die nötige Ruhe, um das 21:32 (10:11)-Debakel beim TuS Bommern zu verarbeiten.

„Der Grippevirus hat uns voll erwischt – das ist keine Ausrede, es war wirklich so", sagte der Bosnier und nannte damit den Hauptgrund, warum diese Partie so dermaßen in die Binsen gegangen war. „Einige Spieler waren überhaupt nicht fit und hätten eigentlich ins Bett gehört – das hat man schon nach wenigen Minuten gesehen", berichtete Saracevic, dass zwar der Auftakt noch recht ordentlich lief und dass sein Team sogar geführt hatte. „Mit zunehmender Dauer jedoch schwanden bei uns die Kräfte – in der zweiten Halbzeit lief dann gar nichts mehr."

Guter Start in die Partie

Halingen konnte in der Tat einen guten Start hinlegen, ging mit dem 3:2 in der neunten Minute durch Alexander Bichmann erstmals in Führung und verbuchte durch Pascal Richard ein 5:3 (12.). Es war jedoch der letzte Vorsprung für die Halinger, die direkt danach mit 5:7 in Rückstand gerieten (18.) und bis kurz vor der Pause noch ein 9:9 und 10:10 hielten.

„Schon in dieser Phase haben Robert Ammelt und Dennis Bichmann signalisiert, dass nichts mehr gehen würde – damit war unser Rückraum quasi lahm gelegt", wunderte sich Saracevic daher nicht, dass die zweite Halbzeit komplett an die Gastgeber gehen sollte. Ammelt erzielte noch das 12:13 (36.), danach jedoch wurden die Abstände größer. 13:18 (42.), 14:21 (46.), 16:25 (50.) und 17:29 (54.) – Bommern hatte gegen einen arg schwächelnden Gast nun leichtes Spiel.

„Der Gegner war in der zweiten Halbzeit einfach einen Gang schneller, und wir sind überhaupt nicht mehr ins Tempo gekommen", resümierte Saracevic, der gern auf personelle Alternativen zurückgegriffen hätte. „Aber die gab es leider nicht", berichtete der TVH-Coach, dass zum Beispiel Michael Gutzeit durchspielen musste, nachdem sich Jan Ziegenhirt kurzfristig krank gemeldet hatte. „Der ist gar nicht erst mitgefahren", so Saracevic. „Michael hat seine Sache gut gemacht, aber das gilt auch für den Rest der Mannschaft – ich kann den Jungs überhaupt keinen Vorwurf machen."

Bestandsaufnahme beim Training

Der morgige Treff zum Training wird daher ganz im Zeichen der personellen Bestandsaufnahme stehen. „Mal schau'n, wer überhaupt gesund ist", hegt Saracevic aber die vage Hoffnung auf ein einigermaßen komplettes Team.

TV Halingen: Kaese. Swiecznik (nicht eingesetzt); Robert Ammelt (6), Manger, Grote (2), Strotkötter, Dennis Bichmann (1), Richard (3), Michael Gutzeit (2), Selle (1), Alexander Bichmann (6), Diederich.